Einblicke in die Aufbereitung von Leuchtstoffröhren

Leuchtstoffröhren enthalten verschiedene Metalle, seltene Erden und weitere Stoffe, die durch Recycling separiert und wiederverwendet werden können. Um die Trennung in eine magnetisierbare Fraktion, eine Nichteisenmetallfraktion, eine Glas- und eine Kunststofffraktion zu erreichen, ist jedoch ein geeignetes Trennverfahren erforderlich. Dabei sind hohe Wiedergewinnungsraten bei gleichzeitig hohem Reinheitsgrad von zentraler Bedeutung.

Prozessschritt 1: Siebtechnik

Die effiziente Siebung bildet – wie bei den meisten Trennverfahren – die Basis für alle weiteren Verarbeitungsschritte!

IFE empfiehlt daher nach der Zerkleinerung des Materials eine Schutzsiebung. Dabei sorgt ein Kontrollsieb dafür, dass die störenden Langteile aus dem Materialstrom (Siebschnitt bei 50 mm; siehe Abb.1) abgetrennt werden und nicht in das Unterkorn gelangen können.

Abb.1: Aufgabematerial Schutzsieb

Ein IFE-Müllsieb in flacher, stufenloser Ausführung, welches mit speziellen Jalousiesiebbelägen ausgestattet ist, erfüllt diesen Anspruch in idealer Weise. Darüber hinaus sorgt das Müllsieb für die Verteilung des Materials auf die erforderliche Förderbreite, was die Behandlung auf nachgeschalteten Aggregaten erleichtert.

Prozessschritt 2: Magnetscheidung

Das zerkleinerte, gesiebte Material (Korngröße < 50 mm; Abb.2) wurde im Rahmen eines Materialversuchs im IFE Technikum auf eine Barium-Ferrit-Trommel und eine Hoch-Intensitäts-Trommel (Neodym) aufgegeben.

Abb. 2: Inputfraktion Metallscheidung (vergrößert)

Die Tests haben deutlich gezeigt, dass eine starke Neodym-Magnettrommel Typ KHP die richtige Wahl ist, um auch die nach wie vor enthaltenen, kleinen Eisendrähte abzutrennen. Durch das gewählte Verfahren konnte ein magnetisierbarer Anteil von 23 % wiedergewonnen werden.

Abb. 3: Magnetisierbares Produkt

Prozessschritt 3: Wirbelstromscheidung

Das verbleibende Stoffgemisch aus Buntmetallen, Glas und Kunststoffen wurde daraufhin einem IFE-Wirbelstromscheider STRATOS zugeführt. Hierbei sind die enthaltenen Nichteisenmetalle (11 %) abgetrennt worden.

Die Restfraktion aus Glas und Kunststoffen (Abb. 5) kann mit zusätzlicher Sensor-Sortiertechnik nochmals aufgetrennt werden.

Abb. 4: Nichteisenmetallfraktion
Abb. 5: Restfraktion

Eine weitere Option besteht darin, den in der Glasfraktion enthaltenen Feinanteil mit Hilfe des IFE-Spannwellensiebes TRISOMAT rückzugewinnen.

Das Leuchtstoffröhrengemisch ist nach Abschluss des mehrstufigen Trennprozesses optimal fraktioniert und für die weitere Verarbeitung aufbereitet.

Zurück