Großprojekt „voestalpine-Hochofenzustellung 2018“ abgeschlossen

Auch IFE Rinnen und Siebe fit für die nächste Hochofenreise

Autor: Werner Lienbacher, zuständig für Projektierung und Vertrieb (Österreich & Deutschland) bei IFE Aufbereitungstechnik GmbH am Standort Waidhofen / Ybbs
 
 
Hintergrund
Der voestalpine Konzern zählt mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zu den führenden Partnern der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie und weltweit der Luftfahrt-, Öl- und Gasindustrie.
 
Im Hochofen A werden zwei Drittel der gesamten Roheisenmenge, welche zur Herstellung von Stahl am Standort Linz benötigt wird, produziert. Die Sanierung des Aggregats, die turnusmäßig alle 14 Jahre erforderlich ist, war für 2018 angezeigt und konnte mit Ende September erfolgreich abgeschlossen werden. Gleichzeitig wurden auch sämtliche dem Hochofen zuzuordnende weitere Betriebsanlagen auf den letzten Stand der Technik gebracht.1)
 
IFE Vibrationsförderrinnen
Somit waren auch 39 von IFE an die voestalpine gelieferte Förderrinnen für die Hochofenmöllerung von der Überprüfung betroffen. Die Rinnen sind teilweise seit den 70er Jahren mit etwa 250.000 Betriebsstunden im Einsatz und dienen zur Austragung von Erz, Koks, Sinter und diversen Zuschlagstoffen aus Tages- und Wiegebunkern.
 
Bild: Wakolbinger
IFE-Tagesbunkeraustragsrinnen
 
Förderrinnen bilden im Allgemeinen zwar nicht den Schwerpunkt einer Anlage, jedoch können sie bei nicht sachgerechter Auslegung sowohl Anlagendurchsatz als auch Produktqualität negativ beeinflussen.2) IFE-Vibrationsförderrinnen werden daher immer anwendungsspezifisch konstruiert und gefertigt. Basierend auf dem Bedarfsfall des Kunden sind eine Vielzahl an Ausführungsmöglichkeiten verfügbar. Im genannten Fall kommt ein Verschleißschutz aus Keramik- oder Verbundpanzerplatten zur Anwendung.
 
Bild: Wakolbinger
IFE-Wiegebunkeraustragsrinnen
 
Durch die robuste Bauweise fallen nur sehr geringe Wartungskosten an, weshalb eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet werden kann. Antrieb und Rinne der Magnetfördergeräte werden darüber hinaus „inhouse“ gefertigt, was eine hohe Verfügbarkeit der Ersatzteile garantiert.
 
IFE-Spannwellensiebe "TRISOMAT"
Ebenfalls von der Servicierung betroffen waren zwei IFE TRISOMAT Spannwellensiebe, welche im Normalbetrieb jeweils etwa 1200 t Erz pro Tag bei 6 mm absieben. Das sodann in der erforderlichen Größe verfügbare Erz wird auf das Möllerband Richtung Hochofen aufgegeben, der nicht geeignete Feinanteil der Rückgutstrecke zugeführt und anderweitig verarbeitet.
 
Bild: Wakolbinger
IFE-Spannwellensiebe TRISOMAT
 
Siebe dieser Baureihe sind eine optimale Lösung für extrem schwer siebbare Siebgüter wie beispielsweise nasses oder staubiges Eisenerz. Überall dort, wo Beläge konventioneller Siebmaschinen verstopfen oder verkleben, bringen diese Siebe selbst bei kleinen Maschenweiten hervorragende Ergebnisse bei hohen Aufgaberaten. An zwei bewegten Rahmen sind Siebquerträger montiert. Darauf befestigte flexible Siebmatten werden mechanisch alternierend gespannt und gelockert. Höchste Beschleunigungskräfte verhindern das Verstopfen und Verkleben des Siebbelages und führen zur intensiven Vermischung des Materials.
Durch das Überdehnen des Siebbelages beim Spannen wird Klemmkorn ausgeworfen.3) Der so erzeugte „Selbstreinigungseffekt“ ermöglicht eine hohe Verfügbarkeit, da Stillstände für die Reinigung auf ein Minimum reduziert sind.
 
Die voestalpine, die ausschließlich in zuverlässige und höchstwertige Technologien investiert – angefangen mit der Fahrzeugflotte, mit der Materialien transportiert werden, bis hin zu den Maschinen, die für ihre Verarbeitung eingesetzt werden – schätzt die seit nahezu 40-jährige Partnerschaft mit der IFE Aufbereitungstechnik GmbH.
 
 
Mehr zu den IFE Vibrationsförderrinnen mit Unwuchtmotor / mit elektromagnetischem Antrieb und zum IFE Spannwellensieb TRISOMAT!
 
 
1 Vgl. industriemagazin.at/voestalpine-generalsanierung
2 Vgl. Schüttgut Vol. 13 (2007) Nr. 7
3 Vgl. Lehrgang Rohstoffaufbereitung Montanuniversität Leoben 
 
 

Zurück