FAQ – Vibrationsfördertechnik

Häufig gestellte Fragen rund um Vibrationsförderer

Was versteht man unter Vibrationsfördertechnik?

Vibrationsfördertechnik nutzt gerichtete Schwingungen, um Schüttgüter kontrolliert zu bewegen. Vibrationsfördergeräte eignen sich besonders für den schonenden, staubarmen und wartungsarmen Transport, die Dosierung oder das Austragen von Schüttgütern aller Art z.B. in der Gießerei-, Recycling- und Bergbauindustrie.

Welche Aufgaben können IFE-Vibrationsfördergeräte übernehmen?

Je nach Anforderung übernehmen die Geräte das Austragen aus Bunkern und Silos, das Zuteilen, Dosieren, Fördern über kurze bis mittlere Strecken sowie das gleichmäßige Beschicken nachgeschalteter Anlagenteile wie Siebe, Brecher oder Förderbänder.

Welche Materialeigenschaften sind bei der Auslegung entscheidend?

Ausschlaggebend sind u. a. Korngröße (min./max.), Schüttgewicht, gewünschte Fördermenge, Feuchtigkeit, Materialtemperatur, Böschungswinkel sowie Eigenschaften wie klebend, freifließend, staubend, schleißend, chemisch aggressiv, giftig, explosionsgefährlich oder hygroskopisch. All diese Punkte werden im Fördergeräte-Fragebogen abgefragt, damit die Anlage exakt auf das Fördergut abgestimmt werden kann.

Können Vibrationsfördergeräte auch klebrige, staubende oder abrasive Materialien fördern?

Ja. Durch die Wahl geeigneter Rinnenwerkstoffe, Beschichtungen und Schwingungsparameter lassen sich auch anspruchsvolle Güter – etwa klebrige, staubende, schleißende oder chemisch aggressive Materialien – zuverlässig fördern. Wichtig ist, diese Eigenschaften bereits bei der Anfrage anzugeben.

Lässt sich die Fördermenge regeln?

Ja. Die Regelung der Förderleistung erfolgt je nach Antriebsart auf unterschiedliche Weise: Bei Rinnen mit Unwuchtantrieb erfolgt sie über ein IFE Motorstartgerät mit Frequenzumformer, bei Rinnen mit elektromagnetischem Antrieb über ein IFE Thyristorsteuer- bzw. Regelgerät. So lässt sich die Fördermenge stufenlos an den jeweiligen Prozess anpassen, etwa in Abhängigkeit von einer nachgeschalteten Anlagenkomponente oder einem Prozessparameter.

Welche vor- und nachgeschalteten Geräte lassen sich integrieren?

Vibrationsfördergeräte lassen sich problemlos in bestehende als auch neue Anlagen einbinden – vorgeschaltet z. B. an Bunker, Silo, Becherwerk, Zentrifuge, Förderband, Brecher, NE-Scheider und Magnettrommel, nachgeschaltet an Förderband, Zerkleinerungsmaschine, Walzen oder Schmelzwanne.

Sind Vibrationsfördergeräte auch für explosionsgefährliche oder giftige Medien geeignet?

Für kritische Anwendungen mit explosionsgefährlichen, giftigen oder chemisch aggressiven Medien werden die Geräte entsprechend den geltenden Vorschriften (z. B. ATEX) ausgelegt, gekapselt und mit passender Schutzart ausgeführt. Bitte teilen Sie uns solche Anforderungen frühzeitig mit.

Was ist der Unterschied zwischen stetigem und chargenweisem Betrieb?

Beim stetigen Betrieb wird das Material kontinuierlich gefördert, beim chargenweisen Betrieb erfolgt die Förderung in definierten Mengen bzw. Zyklen. Die Betriebsart beeinflusst Auslegung, Steuerung und Antriebstechnik des Vibrationsförderers.

Welche Rolle spielt der Einsatzort bei der Planung?

Aufstellung im Gebäude, im Freien oder überdacht, Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit sowie Korrosionseinflüsse (z. B. Meeresnähe) bestimmen die Schutzart der elektrischen Komponenten, die Materialwahl und ggf. zusätzliche Wetterschutzmaßnahmen.

Welcher elektrische Anschluss wird benötigt?

Standardmäßig werden IFE-Vibrationsförderer mit 3 x 400 V / 50 Hz betrieben. Andere Spannungen oder Frequenzen sowie zulässige Spannungsschwankungen können projektspezifisch berücksichtigt werden.

Welche Antriebe kommen zum Einsatz und wie langlebig bzw. wartungsarm sind sie?

IFE-Vibrationsfördergeräte werden je nach Anwendung mit Unwuchtmotor, Unwuchterreger oder elektromagnetischem Triebwerk ausgestattet. Die Antriebe sind auf einen robusten Dauerbetrieb ausgelegt, benötigen keine Riemen oder Getriebe mit hohem Verschleiß und zeichnen sich durch lange Standzeiten sowie geringen Wartungsaufwand aus. Regelmäßige Sichtkontrollen und ein einfacher Austausch von Verschleißteilen genügen in der Regel, um eine hohe Verfügbarkeit über viele Betriebsjahre sicherzustellen.

Was ist bei der Schleißauskleidung von Vibrationsförderern zu beachten?

Bei abrasiven oder stark verschleißenden Fördergütern wird die Förderrinne mit einer Schleißauskleidung versehen, z. B. aus verschleißfestem Stahl, Gummi oder Keramik – abgestimmt auf Materialart, Korngröße und Fördermenge. Eine passend gewählte Auskleidung reduziert den Verschleiß der Rinne deutlich, verlängert die Standzeit der Anlage und senkt so die Lebenszykluskosten. Auskleidungen sind zudem meist modular aufgebaut und lassen sich bei Bedarf einfach austauschen.